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Holztechnik-Studierende erhalten 'Jahrespreis' des Fördervereins

Lemgo (fhl). Sieben an der Zahl, und sie führten Gutes im Schilde: Tobias Ellmann, Maren Schlüter, Lars Tölle, Holger Penassa, Johannes Ebner, Andrea van Teeffelen und Michael Florien. Alle Studierende der Fachhochschule Lippe und Höxter, alle im Studiengang Holztechnik eingeschrieben. Vier Wochen lang waren sie in diesem Sommer in Chile und realisierten ihr privat organisiertes Entwicklungshilfeprojekt. Für dieses Engagement wurden sie auf dem Herbstempfang des Rektorates der der FH Lippe und Höxter mit dem 'Jahrespreis' des Fördervereins der FH LuH ausgezeichnet.

Klaus Eisert, der Präsident des Fördervereins, fand treffende Worte: "Ihr soziales Engagement ist vorbildlich. Sie sind als Botschafter ihrer Hochschule aufgetreten." Genau dies will der Förderverein mit der Preisvergabe unterstützen, ja sogar initiieren. Der Preis ist mit 2.500 Euro dotiert.

Beim Chile-Projekt ging es um die Sanierung eines Straßenkinderheims, das zudem in Teilen umgebaut werden soll in einen Kindergarten. Das Gebäude war in Zusammenarbeit deutscher Zimmerleute und engagierter Menschen vor Ort in Puerto Montt, im Süden Chiles, in einem früheren Projekt der Detmolder Felix-Fechenbach-Schule errichtet worden.
 

Private Initiative: die 'Chile-Gruppe' mit (v. li,) Lars Tölle, Tobias Ellmann, Holger Penassa, Andrea van Teeffelen, Michael Florien und Maren Schlüter. Nicht auf dem Bild: Johannes Ebner.Private Initiative: die 'Chile-Gruppe' mit (v. li,) Lars Tölle, Tobias Ellmann, Holger Penassa, Andrea van Teeffelen, Michael Florien und Maren Schlüter. Nicht auf dem Bild: Johannes Ebner.

Johannes Ebner vom Chile-Team: "Vor der Ankunft war unsere Aufgabe nicht ganz klar definiert, es war uns lediglich bekannt, dass ein paar Innenwände versetzt und neue Türen eingebaut werden sollen sowie vermutlich einige Instandsetzungsarbeiten, beispielsweise an den Fenstern, vorgenommen werden müssen. Erschwerend kam hinzu, dass sämtliches Material sowie das Werkzeug vor Ort beschafft werden sollte."

Das Zusammentreffen mit dem zuständigen Architekten "ergab schnell ein anderes Bild", erinnert sich Ebner. Der hatte nämlich noch keine konkreten Pläne für die Gäste aus Deutschland. Nach einer gemeinsamen Begehung des Objektes stand fest: hier ist viel mehr zu tun als bisher angenommen.

Gleichzeitig war klar, dass die Aufgabe "in der uns zur Verfügung stehenden begrenzten Zeit und unter den Umständen, dass uns die Baustelle gleichzeitig als Unterkunft diente, nicht vollständig realisierbar sein würde", berichtet Ebner. Erste Schritte waren das notdürftige Flicken von zerstörten Fensterscheiben, um in dem Gebäude halbwegs warm und trocken unterzukommen.

Parallel zu den Außenarbeiten begannen die Studierenden dann mit dem Versetzen der ersten Wände im Innern des Gebäudes. Ebner: "Hilfe und Ermutigung zur Improvisation erhielten wir in allen Situationen unseres Baus vor allem von dem Leiter der Fundation Patricio, der sich ebenfalls mit viel Hingabe dem Projekt widmete." Trotz sprachlicher Barrieren seien die Kommunikation und der kulturelle Austausch mit ihm und anderen freiwilligen Helfern erstaunlich gut gelungen.
 

Die 'Chile-Gruppe', flankiert vom Förderverein der FH LuH, vertreten durch (l.) Prof. Dr. Andreas Niegel (Vorstandsvorsitzender) und Präsident Klaus Eisert (r.).Die 'Chile-Gruppe', flankiert vom Förderverein der FH LuH, vertreten durch (l.) Prof. Dr. Andreas Niegel (Vorstandsvorsitzender) und Präsident Klaus Eisert (r.).

Ein funktionierendes chilenisch-deutsches Team wuchs heran, das vorrangig den Fortschritt des Baus im Blick hatte und dabei gleichzeitig den chilenischen Alltag in der Fundation betreute. "So hatten wir während der ganzen Zeit eigentlich immer eine Schar Kinder unterschiedlichen Alters um uns versammelt, die keine Gelegenheit ausließen sich über Lebensgewohnheiten in Alemania zu informieren, uns zum Fußballspielen zu überreden oder einfach nur irgendwelche Spiele mit uns zu spielen."

Ebners Fazit: "Erfolgreich war unser Projekt insofern, dass das Gebäude vor weiterem Verfall bewahrt wurde. Es ist dem Ziel, ein Kindergarten zu werden, auch ein ganzes Stück näher gekommen. Die Erfahrungen, die wir dort austauschen konnten, haben sicherlich alle Beteiligten in ihrer Persönlichkeit bereichert."

Genau das honoriert der Förderverein.

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