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Förderpreis geht an Christina Triantafillaki, Klaus Löfflad und Stefan Meyer

Förderpreis-Übergabe mit (v. l.) Prof. Tilmann Fischer (Präsident Hochschule OWL), Klaus Eisert (Präsident Hochschulgesellschaft OWL), Stefan Meyer, Christina Triantafillaki, Klaus Löfflad und Prof. Dr. Andreas Niegel (Geschäftsführer Hochschulgesellschaft).
Lemgo (fhl). Soziales und kulturelles Engagement soll gefördert werden. Das will die Hochschulgesellschaft Ostwestfalen-Lippe e. V., deshalb verleiht sie alljährlich im Rahmen des "Herbstempfangs" der Hochschule Ostwestfalen-Lippe ihren "Förderpreis". Er ist mit 3.000 Euro dotiert. Studierende können ausgezeichnet werden oder auch wissenschaftliche und nicht-wissenschaftliche Mitarbeitende. Die Professorenschaft bleibt allerdings in diesem Fall ausgeschlossen. Selbst kann man sich nicht um den Preis bewerben. Das müssen andere tun.

Drei Hochschulangehörige erhielten am 30. Oktober vom Präsidenten der Hochschulgesellschaft, Klaus Eisert, Urkunden, Blumen und Schecks überreicht: Christina Triantafillaki, Klaus Löfflad und Stefan Meyer. Eisert ans Auditorium gewandt: "Die drei Preisträger stehen für außergewöhnliches Engagement, und wir hatten in diesem Jahr noch weitere Kandidaten, die ähnlich aktiv waren." Dennoch sei die Wahl dieser drei leicht gefallen.   

Christina Triantafillaki arbeitet im Labor für Verfahrenstechnik des Fachbereichs Life Science Technologies. Sie engagiert sich seit acht Jahren für die 'Deutsche Knochenmarkspenderdatei' (DKMS). Anfangs war sie selbst nur als Spenderin für Stammzellen registriert, um an Leukämie Erkrankten zu helfen. Dann der Einschnitt: Anfang 2007 bekommt sie einen Brief, indem es heißt, sie würde eventuell als Spenderin in Frage kommen.

Zahlreiche Tests folgen, dann steht fest: im vorliegenden Fall ist sie die einzige Spenderin. Wiederholt wird sie bis zum Eingriff im Juni 2007 gefragt, ob sie auch wirklich ihre Stammzellen spenden wolle. Triantafillaki: "Für mich war das keine Frage, für mich stand das einfach fest. Deswegen habe ich mich ja auch registrieren lassen." Also spendete sie Stammzellen, entnommen aus ihrem Beckenkamm. An wen die Zellen gingen, ist ihr nicht bekannt: "Ich weiß nur, dass es ein 22-jähriger junger Mann in Polen ist. Nach zwei Jahren gibt es die Möglichkeit, sich zu treffen."
 
Die eigene Spende und die konkrete Möglichkeit, ein Menschenleben retten zu können, machte Mut auf mehr. Christina Triantafillaki: "Es war an der Zeit, die Hochschulangehörigen zum Mitmachen anzuregen." Gesagt, getan. Triantafillaki holte die Zustimmung für eine Typisierungsaktion an der Hochschule, um die Teilnehmenden in die Knochenmarkspender-Datei aufzunehmen. Sie gewann den Fachbereich Life Science Technologies und viele Firmen für Sach- und Geldspenden. Der Aktions-Tag konnte durchgeführt werden.

Mit Erfolg. Über 200 Hochschulangehörige und Menschen aus dem Umfeld der Hochschule OWL kamen am 7. November auf den Campus Lemgo. Fünf Milliliter Blut wurden jedem abgenommen. Und die Datenbank der DKMS wuchs um eine deutliche Zahl von Spendern, die irgendwann vielleicht einmal auch einen Brief bekommen, mit der Bitte versehen, nun tatsächlich Knochenmark zu spenden.

Der Hochschulgesellschaft OWL wertete dieses Engagement als vorbildlich und deshalb preiswürdig. Christina Triantafillaki bleibt zurückhaltend: "Für mich war das alles selbstverständlich. Aber ich freue mich, dass diese Arbeit gewürdigt wird und vor allem, dass mehr Menschen über die DKMS erfahren und sich zum Mitmachen entschließen."

Dipl. Inf. Klaus Löfflad ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des Fachbereichs Medienproduktion. Und seit fast zwei Jahren fester Bestandteil des Campus-Radios 'Triquency', einem Radio in Trägerschaft eines selbstständigen Vereins. Als im Frühjahr 2007 der damalige Vorstand zurücktrat, übernahm er den Posten des Geschäftsführers, Vorstandsvorsitzenden und Redaktionsleiters. Löfflad: "Weil diesen Job irgendwie so recht keiner machen wollte, habe ich überlegt, ob ich Spaß daran hätte." Er hatte. Seitdem ist er nach seiner Arbeitszeit ehrenamtlich voll dabei.

Löfflad entscheidet mitunter über Rechnungen und organisiert die Vergütung der Mitglieder. Löfflad: "Ich sage aber nie, ich mache nur dies und das lieber nicht, sondern schaue über den Tellerrand und dazu ermutige ich auch die Mitglieder."

Die Aufgaben, die Klaus Löfflad übernommen hat, sind vielfältig und tragen zur Bestandspflege wie auch zur Weiterentwicklung von 'Triquency' maßgeblich bei. Dafür wurde er ausgezeichnet. Löfflad: "Der Preis steht für das Engagement aller Radio-Mitglieder." Den Posten des Redaktionsleiters hat mittlerweile Dr. Frank Lechtenberg übernommen. Doch es bleibt auch weiterhin noch genügend zu tun für Klaus Löfflad.

Stefan Meyer arbeitet an der Hochschule OWL im Servicebereich für Kommunikation, Information und Medien, kurz S(kim). Auch er ist seit zwei Jahren aus Radio 'Triquency' nicht mehr wegzudenken. Seit Februar 2007 steckt er, ehrenamtlich neben dem Beruf, jede Menge Energie in die Musik des Campus-Radios. Meyer ist Leiter der Musikredaktion, der Ausbildung und, wie er selbst bescheiden hinzufügt "irgendwie auch Promotion". Er pflegt den Kontakt zu Plattenfirmen, wählt mit seinem Team die Musik aus, organisiert Triquency-Partys und Ausbildungsbausteine für die Mitglieder. Als er diese Aufgaben übernahm, hätte er nicht gedacht, dass der Zeitaufwand so immens werden würde. Meyer: "Trotzdem finde ich das Werkeln im Radio klasse. Und wenn ich mal früher als sonst nach Hause komme, fehlt mir irgendwie was."

Für seine Herzensangelegenheit gab es jetzt den Jahrespreis der Hochschulgesellschaft OWL. Meyer: "Es ist toll, eine öffentliche Anerkennung zu bekommen. Aber ich bin der Letzte auf dem Lemgoer Campus, der jetzt hier 'rumläuft und das jedem unter die Nase reibt."

Mit seinen Kolleginnen und Kollegen von 'Triquency' will Stefan Meyer nun den Preis befeiern. Und ein kleiner Wunsch ist auch noch da: "Vielleicht spornt diese Auszeichnung ja auch Studierende zur Mitarbeit bei Radio Triquency an, und ich habe dann in absehbarer Zeit einen Nachfolger."
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